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In Günzburg ging es beim Schwimmen, auf dem Mountainbike und beim Laufen unter anderem darum, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Das Warten hat ein Ende. Wochen- und monatelanges, hartes Training in drei Disziplinen liegt hinter den 184 Teilnehmern. Jetzt gilt es, sich zu beweisen: beim ersten Günzburger Cross-Triathlon, veranstaltet vom Triathlonverein Günzburg.

Sonntag, 9 Uhr, Waldbad. Trübes Wetter über Günzburg. Es regnet leicht. Die Wasseroberfläche im Schwimmbecken ist noch unberührt. Außenrum herrscht schon hektisches Treiben. Sportler wärmen sich auf, Strecken werden begutachtet und Strategien ausgetauscht. Nervosität liegt in der Luft. Sowohl bei den Rookies als auch bei den schon erfahreneren Teilnehmern. Michael Rück aus Ichenhausen nimmt heute das erste Mal an einem Triathlon teil. „Ich bin nervös vor dem Wettkampf. Ich bin schon mehrere Halbmarathons gelaufen, aber noch keinen Triathlon“, erzählt er. Eine konkrete Zeit hat er sich für das erste Mal nicht vorgenommen. „Das Ziel ist das Ziel.“ Für Florian Reichhardt aus Günzburg ist es schon der zweite Triathlon. Doch auch bei ihm macht sich vor dem Start Unruhe breit: „Ich will meine Zeit vom ersten Mal unterbieten, das ist mein Ziel.“

Ein solch großes Event bedarf eine lange Zeit der Vorbereitung. Laut Martin Müller, dem Vorsitzenden des Triathlonvereins Günzburg, hat aber alles gut funktioniert. Auch die äußeren Bedingungen könnten trotz des leichten Regens nicht besser sein. „Die Temperaturen sind optimal. Es ist zwar ein bisschen rutschig, aber durch den Matsch haben wir den richtigen Cross-Charakter.“

Für Josef Meier, langjähriges Mitglied des Günzburger Vereins, ist der Tag etwas Besonderes. „Wir haben viele Monate auf dieses Event hingearbeitet und wollen, dass es für alle Athleten unvergesslich wird. Jeder soll gesund ins Ziel kommen“, wünscht er sich vor dem Start.

10 Uhr. Oberbürgermeister Gerhard Jauernig gibt den Startschuss. Alle 20 Sekunden springt ein Teilnehmer ins 24 Grad warme Becken und krault Bahn um Bahn, bis die 400 Meter bezwungen sind. Ein Auge auf die Athleten hat Dieter Seitz. Er ist Wettkampfrichter, ebenfalls Mitglied im Triathlonverein und Schwimmtrainer. Seitz achtet genau auf seine Schützlinge. Den Anfängern hat er im Trainingsprogramm die richtige Schwimmtechnik beigebracht. Auf zwei von ihnen ist er an diesem Tag besonders stolz: „Von Thomas Barner und Susanne Sienel bin ich begeistert. Aber alle sind vernünftig durchgekommen.“

Nach der ersten Disziplin heißt es: Schwimmbrille und Badekappe runter, rein in die Sportklamotten und rauf aufs Rad. 20 Kilometer geht es durch die Donauauen. An diversen Streckenposten werden die Sportler mit Getränken und Snacks versorgt. Wechselzone ist dann wieder im Waldbad Günzburg. Die Triathleten trennt jetzt nur noch eine fünf Kilometer lange Laufstrecke von ihrem Ziel, der Radbrauerei Günzburg.

Dort angekommen heißt es erst einmal entspannen. Im Festzelt und an zahlreichen Bierbänken kann der Sieg über den eigenen Schweinehund gefeiert werden. Das harte Training der Teilnehmer hat sich gelohnt. Nur einer der 184 gestarteten Sportler erreicht das Ziel nicht. Alle anderen schafften es in der vorgegebenen Zeit.Müllerzieht eine positive Bilanz: „Alles hat geklappt. Es gab kleine Stürze, aber nichts Ernstes. Wir sind sehr zufrieden.“

von Anika Wening

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